Was uns Bewegt
Viele Menschen verbinden mit Genuss weit gereiste Delikatessen unter denen sich die Tische biegen. Doch Genuss liegt ganz oft auch im Einfachen, im selbst Gekochten oder Gebackenem.
Freilich ist Kochen auch mit Arbeit verbunden. Aber aktiv etwas selber zu machen, kreativ zu werden, auszuprobieren und mit einem guten Ergebnis belohnt zu werden ist die Mühe immer wert! Kochen ist ein sinnstiftendes Handwerk, welches Freude am Tun, Genuss und Gesundheit vereint.
Glücksforscherin und Tischlerin Ricarda Rehwaldt (Wissenschaftlerin an der International University of Applied Sciences) erklärt, warum handwerkliche Arbeit so viel zum Glücklichsein beitragen kann: „Beim Thema Glück gibt es drei Aspekte, die ganz bedeutend sind: Selbstverwirklichung, Sinnempfinden und Gemeinschaft. Man tut etwas, was jemand braucht und was man am Ende wirklich sehen kann.“ (Deutsche Handwerkszeitung, 14.03.2023)
Absolute Anfänger sollten sich anfangs an die Rezepte halten, um ein gewisses Gespür zu entwickeln. Aber dann steht der Kreativität nichts mehr im Weg! Selbstverwirklichung heißt auch, Zutaten auszutauschen, zu erweitern und so die eigenen Vorstellungen zu verwirklichen.
Kochen regt unsere feinen Sinne an! Riechen, Schmecken und auch das Auge isst schließlich mit! An gewisse Gerüche erinnert sich unser Gehirn fast ein Leben lang. Denken Sie einfach an Lebkuchen oder …. sehen Sie, es funktioniert! Was hindert uns daran, noch ein paar mehr gute Gerüche und Geschmackserlebnisse abzuspeichern?
Ob ein fröhlicher Kochabend mit Freunden, dem Partner, der Partnerin oder der Besuch eines Kochkurses – Gemeinschaft beim Kochen ist ein Aspekt, der immer öfter unterschätzt wird! Beim gemeinsamen Essen kommen oft lustige Anekdoten auf den Tisch oder es werden Themen besprochen, die für die Gemeinschaft von Familie und/oder Freunden wichtig sind.
Und noch ein Tipp: Handy weg! Genuss braucht keine Untermalung durch Insta, Facebook oder was es noch alles gibt!
Kochen gilt als eines der ältesten Handwerke! Es erzeugt ein gutes Gefühl, selbst etwas geschafft zu haben. Auch unsere Sprache zeigt, wie sehr Kochen in unseren Köpfen verankert ist. Wir geben unseren Senf dazu, rupfen ein Hühnchen mit dem Kollegen, wir riechen den Braten, schmoren im eigenen Saft, hauen jemand in die Pfanne und Kochen auch mal vor Wut.
Selbst gekochte Speisen kommen ohne Geschmacksverstärker, Enzyme, Konservierungsstoffe und andere Hilfsmittel aus dem Lebensmittellabor aus! Das „Kunsthandwerk“ Kochen, ist also auch unserer Gesundheit zuträglich. Wer auch noch zu hochwertigen Produkten aus der Region greift, begibt sich in die Gefahr, vor Stolz fast zu platzen, wenn das selbst Gekochte auf den Tisch kommt.
40 Tage nur Lebensmittel, die in Österreich angebaut und geerntet wurden.
„Einfachheit ist die höchste Stufe der Vollendung“ – Leonardo da Vinci
Was uns Bewegt
Halten deine Fastenzeitvorsätze noch, oder hast du sie längst über Bord geworfen? In einer Zeit, in der Fasten oft mit Verzicht gleichgesetzt wird. Sagen wir: „Es geht auch anders.“ Fasten muss nicht nur ein Verzicht sein – es kann ein bewusster Genuss sein, in dem wir aus dem reichen Angebot heimischer und regionaler Produkte schöpfen. In einer Zeit, in der Lebensmittel immer und überall in Maßen erhältlich sind, könnte man doch die Fastenzeit nutzen, um genauer hinzusehen und zu fragen: “Wo kommen meine Lebensmittel her? Wie wurden diese produziert?“
Es geht nicht darum, radikal zu verzichten, sondern bewusst zu wählen. Es ist eine Einladung, den Blick auf die Qualität statt auf Quantität zu richten. Beim bewussten Konsum entdecken wir den wahren Wert unserer Nahrung – frisch, nachhaltig und regional.
Lebensmittel, die mit Liebe und Tradition produziert werden. So wird aus einer vermeintlichen Entschlackungskur und Hungerdiät, ein Fest der Aromen, das satt macht und das Wohlbefinden stärkt.
Fasten mit Sinn bedeutet, innezuhalten, sich neu auszurichten. So wird Fasten zu einem Akt der Selbstfürsorge, um neue Energie zu schöpfen. Bewusster Konsum ist viel mehr als Verzicht – ein Schritt weiter zu einem gesünderen, nachhaltigeren Lebensstil.
Entdecke auch du die Vielfalt der regionalen Lebensmittel und erlebe, wie aus Fasten gesunde Freude wird.
Was uns Bewegt
Das neue Statussymbol steht nicht mehr in der Garage oder am Bootssteg. Nein! Es steht in der Küche! Freistehend, neben dem selbst reinigenden Herd. Auf Hochglanz poliert, in Edelstahl, mit Eiswürfelfunktion oder in Retrooptik und Kontrastfarben wie Rot oder Gelb: Der Kühlschrank!
Die Küche wird immer mehr zum Aushängeschild des Hauses und der Kühlschrank wird zum Statussymbol! Während die Nachfrage nach billigen Küchen eher stagniert, boomt das Luxussegment speziell bei Küchengeräten – laut Marktforschungsunternehmen GfK.
Das Herzstück des Hauses oder der Wohnung, gewinnt immer mehr an Bedeutung. Doch wird angesichts solch hoher Investitionen dann auch mehr selbst gekocht? Und vor allem: Mit welchen Lebensmitteln wird der Kühlschrank gefüllt?
Verspricht die Luxusverpackung Kühlschrank auch hochwertige Lebensmittel?
Öffnet sich die Tür des Schauobjektes, kommt oft ein wenig luxuriöser Inhalt zum Vorschein. Das Billigste scheint gerade gut genug zu sein, frei nach dem Motto: Außen Hui, innen Pfui …
Während die Küchenausstattung immer teurer wird, wird gleichzeitig immer weniger gekocht! Wichtigstes Kochgerät ist in vielen Haushalten mittlerweile die Mikrowelle oder eine andere Wunderapparatur, die wiegt, erhitzt und alles gleich fein püriert…
Dass kaum mehr gekocht wird, ist einer Art Bildungslücke geschuldet. Viele Menschen haben nie gelernt, selber zu kochen. Und wenn dann gekocht wird, wird das zum seltenen „Event“.
Dabei sollte Kochen als eine wichtige Fähigkeit angesehen werden, die jeder und jede beherrschen sollte, um die Gesundheit zu fördern. Das alltägliche selber Kochen ist die beste Investition, um den Körper auch gesund zu erhalten! Dafür genügt auch eine einfache Ausstattung.
Hochwertige, regionale, saisonale und möglichst unverarbeitete Lebensmittel sind eine viel bessere Investition in den Kühlschrank als in sein Erscheinungsbild!
Bei einem Kühlschrank kommt es auf die inneren Werte an!
Was uns Bewegt
Halloween ist (wieder)gekommen um zu bleiben. Als ursprünglich keltisches Fest der Ahnen, der Gemeinschaft und des Übergangs ist es mit europäischen Auswanderern nach Amerika mitgereist und von dort, ordentlich aufpoliert – aber mit weniger Sinn, wieder zurück nach Europa gekommen.
Während sich die Einen auf Verkleidungen, Gruselmomente und Partys freuen, stehen Anderen (vorwiegend Eltern), die Haare zu Berge, wenn sie nur daran denken, dass der hoffnungsvolle Nachwuchs wieder einen Jahresbedarf an Süßigkeiten nach Hause schleppt.
Dabei hat Halloween das Potential zum echten Familienfest zu werden. Die Herbstferien laden dazu ein, Kürbisse zu schnitzen, zu dekorieren und zu verkochen.
Wenn der Wind ums Haus pfeift, lässt es sich in der warmen Küche ausgezeichnet gemeinsam backen und genießen. Und so ganz nebenbei, kann man die Geschichten unserer Vorfahren aufwärmen und erzählen – dann sind unsere Ahnen ganz nah und aus Halloween wird wieder ein wenig mehr Samhain.
Was uns Bewegt
Die Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln bleibt ein vielbesprochenes Thema. Doch wenn es um die Umsetzung geht, dann hapert es.
Ein Schlagwort, viel diskutiert. Wenig praktisch verwirklicht.
Warum reden wir überhaupt über Herkunft? Weil Herkunft Ordnung schafft. Weil Herkunft Orientierung gibt. Weil Herkunft erklärt, wo etwas herkommt.
Transparenz ist kein Luxus. Sie ist eine Grundlage für Vertrauen. Es wird gerne von Regionalität, Nachhaltigkeit und Werten geredet. Es werden schöne Sonntagsreden über Respekt vor Lebensmitteln gehalten. Doch oft bleiben diese Worte nur — Sonntagsreden. Draußen auf dem Feld zählt etwas anderes: Tun. Vollenden. Verantwortung tragen. Das ist die eigentliche Moral des Landlebens: nicht das große Wort, sondern die kleine Tat, die jeden Tag wiederholt wird.
Wer weiß, wo sein Essen herkommt, kann besser entscheiden — aus ethischen, ökologischen oder wirtschaftlichen Gründen. Herkunftskennzeichnung schafft Entscheidungsfreiheit. Sie nimmt niemandem die Wahl. Sie macht die Wahl nur möglich, sondern sinnvoll.
Und noch etwas: Herkunft verbindet. Sie schafft Identität. Für ländliche Regionen ist sie ein Instrument gegen Entleerung. Sie bringt Tourismus, Direktvermarktung, Kooperationsmöglichkeiten. Sie ist kein Dogma, sie ist Infrastruktur.
Kritiker warnen: Herkunftskennzeichnung führe zu Protektionismus oder schränke den Handel ein. Das ist naheliegend — und leicht zu entkräften: Information schützt die Wahl, sie beschränkt sie nicht. Wer regional kaufen will, soll das tun. Wer global einkaufen will, soll das können. Aber wer sich für Herkunft interessiert, muss es auch erfahren können.
Am Ende geht es um Respekt. Respekt vor Arbeit, vor Landschaft, vor Kultur. Herkunftskennzeichnung ist ein Ausdruck davon. Nicht mehr, nicht weniger. Sie sagt: Ich will wissen. Ich will Verantwortung übernehmen. Ich will, dass die Entscheidung über meinen Einkaufswagen eine echte ist.
Wir sollten also aufhören zu fragen, ob Herkunftskennzeichnung eine Luxusforderung ist. Sie ist eine demokratische Forderung. Sie ist ein Instrument der Mündigkeit. Wer das ablehnt, argumentiert gegen Transparenz — und damit gegen die Basis jeder modernen Konsumentenbeziehung.
Informieren statt vorschreiben. Wertschätzen statt romantisieren. Unterstützen statt symbolisch bekennen. Dann wird Herkunftskennzeichnung mehr als ein Aufkleber auf einer Packung. Dann wird sie zum Anfang echter Wertschöpfung — für die Bäuerinnen und Bauern, für die Regionen und für uns alle.
Wenn wir wieder lernen, Herkunft zu schätzen, dann geben wir unserer Landwirtschaft, unseren Regionen und den bäuerlichen Familien eine echte Zukunft. So schaffen wir echte Wertschätzung für Lebensmittel, für die Menschen, die sie erzeugen, und für unsere Umwelt. Nur wenn wir als Gesellschaft Verantwortung übernehmen und bewusst einkaufen, kann Landwirtschaft eine Zukunft haben – unsere Zukunft.“
Wer einkauft, soll die Wahl haben.
Herkunftskennzeichnung macht das möglich. Und das ist genug Grund, es endlich umzusetzen.
Was uns Bewegt
Mercosur ist eine internationale Wirtschaftsgemeinschaft
Der Name ist eine Abkürzung für: Mercado Común del Sur. Das bedeutet übersetzt „Gemeinsamer Markt des Südens“. Gründungsländer sind Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay.
Ziel der Wirtschaftsgemeinschaft mit der EU ist es, schrittweise einen gemeinsamen Markt zu schaffen, die wirtschaftspolitischen Abstimmungen auszubauen, Rechtsvorschriften anzugleichen und den Schutz der Umwelt voranzutreiben.
Dazu gehört etwa, Zölle im Handel zwischen den Mercosur-Staaten abzuschaffen und dafür einen gemeinsamen Außenzoll und eine gemeinsame Handelspolitik mit Drittstaaten einzuführen. Das bedeutet, die Staaten hatten bei der Gründung das Ziel, einen Binnenmarkt mit dem freien Verkehr von Waren, Dienstleistungen, Kapital und Arbeitnehmern nach dem Vorbild der Europäischen Union zu schaffen.
Rund 25 Jahre dauerten die Verhandlungen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten über ein gemeinsames Handelsabkommen, am 28. Juni 2019 konnte eine Einigung erzielt werden. Nach weiteren Jahren des Ringens stimmten am 9. Jänner 2026 die EU-Botschafter mehrheitlich für eine Unterzeichnung des Abkommens durch Ursula von der Leyen. Österreich beharrte zwar weiter auf ein „Nein“, dies hatte aber keine Auswirkung auf die Abstimmung. Damit der Handelspakt aber tatsächlich in Kraft treten kann, muss auch das europäische Parlament zustimmen.
In der EU wurden die Klima-, Tierwohl- und Sozialstandards in den letzten Jahren laufend erhöht. Die Mercosur-Länder hinken diesen Entwicklungen noch hinterher. Stimmen aus der Politik befürworten den Deal auch punkto Landwirtschaft, mit der Begründung, dass Europa positiv auf die Mercosur-Staaten einwirken könne, bezüglich Abholzung des Regenwaldes, Tierwohl, Arbeitsbedingungen, etc.
Wie eine Recherche irischer Journalisten im Dezember 2025 ans Licht brachte, können Antibiotika und Hormone für die Rindermast dort völlig frei, einfach im Landhandel erworben werden.
Darüber hinaus ist die Rohrzucker- und Rindfleischproduktion in Südamerika viel kostengünstiger. Werden diese Produkte in die EU importiert, verursacht das einen großen Druck auf die heimischen Erzeugerpreise und die Wettbewerbsfähigkeit der landwirtschaftlichen Betriebe. Quelle: Landwirtschaftsministerium

„Unsere Produktion in Europa durch immer höhere Standards einzuschränken und gleichzeitig Handelsabkommen, die den Regenwald gefährden durchzupeitschen, passt nicht zusammen. Wir sollten den Fokus auf einen starken Binnenmarkt und Versorgungssicherheit richten“.
„Wenn wir in Europa einen nachhaltigen Weg in der Landwirtschaft gehen wollen, muss das auch in Handelsabkommen abgebildet werden. Freihandelsabkommen sind für den Wirtschaftsstandort Österreich wichtig, aber dürfen nur dann abgeschlossen werden, wenn sie fair und ausgewogen sind sowie unseren heimischen Qualitätsstandards entsprechen.“
„Wir sprechen uns weiterhin klar gegen das Mercosur-Abkommen aus. Das ist meine Position und dies entspricht auch dem Regierungsprogramm.“ Im Gegensatz dazu, spricht sich in Deutschland die Regierung klar für das Abkommen aus.
Die EU-Kommission versucht nun, den Pakt durch die Hintertür durchzupeitschen – mit Hilfe juristischer Spitzfindigkeiten. Sie will damit das Nein einzelner Mitgliedsstaaten wie Österreich umgehen.“
Der Pakt für Mercosur ist wie ein trojanisches Pferd. Es mag auf den ersten Blick vorteilhaft aussehen, aber ist mit den beschlossenen Nachhaltigkeitszielen nicht vereinbar. Quelle: Landwirtschaftsministerium
„Handelsabkommen wie CETA, TTIP und Mercosur bringen den Todesstoß für den stark geschrumpften Bauernstand. Mit ihrem riesigen agrarischen Potenzial und Reserven an Grund und Boden, sind die Farmer in Übersee jederzeit in der Lage unsere Märkte zu fluten und unsere Standards und Preise zu unterlaufen. Insbesondere die Österreichischen Strukturen sind im Vergleich zu Südamerika geradezu unbedeutend. Im Übrigen sind die Farmer längst nicht mehr Besitzer ihres Landes, bestenfalls noch Verwalter.“ Hr. Riautschnig: Bauern im Untergang
Eine resiliente Landwirtschaft baut auf Vielfalt und Versorgungssicherheit auf. Freihandel von agrarischen Gütern gefährdet eben diese. Im Regelfall führt vermehrter agrarischer Freihandel kurzfristig zu Wohlstand in den exportierenden Ländern. Angebaut werden vermehrt „Cash-Crops“ – also Güter, welche gute Gewinne im Export bringen. Langfristig stirbt in den teilnehmenden Ländern die Vielfalt und diese Länder werden zunehmend von Lebensmittelimporten abhängig. Kleinbauern geben auf und werden von Agrarholdings übernommen.
Mathias Binswanger gibt im Buch „Mehr Wohlstand durch weniger Agrarfreihandel“ sehr gute Einblicke zu dem Thema.
Abschließend sollten wir uns folgende Fragen stellen:
● Wie stehen die Chancen, dass die europäische Wirtschaft tatsächlich von dem Abkommen profitiert? – Oder ist es ein letztes Aufbäumen, bevor Indien und China uns endgültig abhängen?
● Werden Österreichs Bäuerinnen und Bauern vorwiegend zu Landschaftspflegern für den Tourismus? Oder anders gefragt: Wer sonst könnte diese Tätigkeiten übernehmen und zu welchem Preis?
● Ist ein Selbstversorgungsgrad mit Lebensmitteln im heutigen Europa noch erstrebenswert und warum? Gerade die österreichische Landwirtschaft kann nicht zu Weltmarktpreisen produzieren. Die kleinen Strukturen und die Topographie machen dies unmöglich.
Lohnt es sich überhaupt noch, Lebensmittel in diesen Strukturen zu produzieren, wo doch andere Länder und Kontinente wesentliche komparative Vorteile haben?
● Wie schnell kann eine Selbstversorgung mit Lebensmitteln wieder hochgefahren werden, falls dies nötig sein sollte?
● Wenn kleinbäuerliche Familienbetriebe vermehrt aufgeben – welche Auswirkungen hat dies gesamtgesellschaftlich? Was geht verloren?
● Landwirtschaft funktioniert nur selten nach Lehrbuch und Erfahrungswerte kommen nicht von heute auf morgen wieder. Wie schwierig ist es, von einer Cash-Crop orientierten Landwirtschaft zurück zu einer landwirtschaftlichen Vielfalt mit hohem Eigenversorgungsgrad zurückzugehen?
Was uns Bewegt
Erdbeeren sind ein beliebtes Obst, das schon seit vielen Jahrhunderten angebaut wird. Sie gehören zur Familie der Rosengewächse und sind bekannt für ihren süßen Geschmack und ihre leuchtend roten Farben.
Die Saisonalität ist ein wichtiger Faktor bei der Betrachtung von Erdbeeren. Wie bei den meisten Obst- und Gemüsesorten haben Erdbeeren eine bestimmte Erntezeit, in der sie am besten schmecken und auch am frischesten sind. In Österreich werden Erdbeeren in der Regel zwischen Mai und Juli geerntet. Die meisten Menschen denken nicht darüber nach, woher die Erdbeeren kommen und wie sie angebaut werden, wenn Sie außerhalb der Saison im Supermarkt Erdbeeren kaufen. Der Kauf von Erdbeeren im Winter kann verheerende Auswirkungen auf die Umwelt haben.
Frische Erdbeeren aus der Region sind oft süßer und saftiger als importierte. Durch den bewussten Konsum saisonaler Lebensmittel können außerdem regionale Landwirtschaftsbetriebe unterstützt werden.
Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass nicht alle Lebensmittel das ganze Jahr über verfügbar sein können. Lebensmittel, die saisonal angebaut werden, wie Erdbeeren, können nicht das ganze Jahr über in den Geschäften erhältlich sein. Und doch ist es möglich, ja fast eine Selbstverständlichkeit, Erdbeeren außerhalb der Saison zu kaufen
Ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln sieht anders aus.
Wer gerne Erdbeeren im Winter genießen möchte Bitteschön – Es gibt viele Möglichkeiten, wie man Erdbeeren verarbeiten und haltbar machen kann. Hier sind einige Vorschläge:
1. Einfrieren: Die einfachste Möglichkeit ist, die Erdbeeren einzufrieren. Waschen und trocknen Sie die Erdbeeren gründlich und legen Sie sie dann auf ein Backblech, um sie einzufrieren. Sobald sie gefroren sind, können Sie sie in einem verschließbaren Gefrierbeutel aufbewahren.
2. Marmelade: Erdbeermarmelade ist ein köstliches und klassisches Rezept. Kochen Sie einfach die Erdbeeren mit Zucker und Zitronensaft, bis sie weich sind und die Mischung dick wird. Dann können Sie die Marmelade in sterilisierte Gläser abfüllen und verschließen.
3. Einkochen: Erdbeeren können Sie auch einkochen. Waschen und schneiden Sie die Erdbeeren in Stücke und legen Sie sie in sterile Gläser. Kochen Sie dann eine Mischung aus Wasser, Zucker und Essig auf und gießen Sie sie über die Erdbeeren. Verschließen Sie die Gläser und sterilisieren Sie sie, um sie länger haltbar zu machen.
5. Sirup: Erdbeersirup ist ein hervorragendes Aroma für Desserts, Smoothies oder für das süßen von Tee oder Kaffee. Dazu müssen Sie eine Mischung aus gekochten Erdbeeren, Zucker und Wasser erzeugen und anschließend durch ein feines Sieb passieren um die Kerne und Stücke herauszufiltern. Füllen Sie die Flüssigkeit in sterile Flaschen. Fertig.
Diese Methoden ermöglichen es Ihnen, die Erdbeersaison zu verlängern und die süßen Früchte das ganze Jahr über zu genießen.
Zusammenfassend ist es wichtig, sich der Saisonalität von Lebensmitteln bewusst zu sein und deren Verfügbarkeit zu berücksichtigen. Durch bewussten Konsum können regionale Landwirtschaftsbetriebe unterstützt werden, die Umweltbelastung kann reduziert werden und Erdbeeren können zu ihrer optimalen Saison besser und frischer schmecken als du es vielleicht je für möglich gehalten hättest.
Und die Moral von der Geschicht:
Wer wirklich etwas hält auf sich, kauft im Winter frische Erdbeeren NICHT.
Es sind nur mehr ein paar Wochen bis zur Erdbeersaison – Durchhalten!
Was uns Bewegt
Welche Form der Landwirtschaft ist für euch noch sichtbar? Kann es sein, dass ihr jene Betriebe seht, die Urlaub am Bauernhof anbieten? Seht ihr jene Betriebe, die Landwirtschaft nach Demetervorgaben betreiben? Nehmt ihr die Bäuerinnen und Bauern wahr, die ihr Glück und auch ihren Erfolg in der Direktvermarktung gefunden haben?
Seht ihr auch jene, die vielleicht im Nebenerwerb wirtschaften und jede freie Minute vom Beruf in der Landwirtschaft arbeiten? JA? Dann seht ihr vermutlich auch die wenigen Betriebe, die mit einer Negativschlagzeile in den Medien landen…die Hintergründe aber seht ihr nicht.
Doch was liegt dazwischen? Was liegt zwischen schwarz und weiß? Wer hebt diese bunte Vielfalt an Betrieben wieder hervor? Die Landwirtschaft, die ganz selbstverständlich ihre Arbeit leistet, ohne großes Aufsehen zu erregen – wer sieht sie?
Traurig, wenn diese Scheuklappen kommerzieller Natur sind – denn gerade hier gäbe es viel zu entdecken. Wer sind diese Menschen, die den tagtäglichen Griff ins Regal überhaupt ermöglichen? Wer berichtet über diese Betriebe, die nichts Außergewöhnliches produzieren, sondern einfach nur hochwertige Rohstoffe und Lebensmittel für den täglichen Lebensbedarf herstellen? Wer spricht mit dieser „landwirtschaftlichen Mittelschicht“ und macht diese für euch sichtbar? Wann bekommt diese tägliche, unaufgeregte, disziplinierte Landwirtschaft wieder Aufmerksamkeit? So unsichtbar, still und verborgen diese Form der Landwirtschaft scheint, so präsent ist sie jeden Tag in eurem Kühlschrank. Wir alle sind mehr Landwirtschaft als wir denken!
Was uns Bewegt
Wird sie bei niedriger Temperatur langsam geschmolzen, der entstehende Schaum aus Eiweiß abgeschöpft und das gesamte Wasser zum Verdampfen gebracht, bleibt ein goldgelbes, weiches Fett über, das sehr lange haltbar bleibt.
Butter ist ein reines Naturprodukt, welches nur natürliche Vorgänge und Zeit benötigt, um zum goldenen Juwel Butterschmalz zu werden. Es:
Butterschmalz gehört zu den ältesten Lebensmitteln in der Menschheit überhaupt. In der ayurvedischen Küche wird Butterschmalz auch Ghee genannt und gilt in der Heilkunde des Ayurveda als Lebenselixier. Es regt die Verdauung an, wirkt zellreinigend, fördert Heilungsprozesse im Körper und stärkt die Immunkraft. Diese wertvolle Essenz ist für die körperliche und geistige Gesundheit hochgeschätzt.
Wer behauptet: “Wir können uns die Butter nicht mehr leisten“, hat den Wert dieses Lebensmittels nicht verstanden.
Die Wertschätzung über das Lebensmittel Butter kommt mit dem Wissen darüber. Wenn Milch, Käse, Butter und Butterschmalz in den Geschäften verramscht und zum billigen Lockmittel degradiert wird, ist das eine Verhöhnung derer, die diese Lebensmittel produzieren.
Billig können wir uns nicht leisten und wer billig kauft, zahlt doppelt. Jede Kaufentscheidung definiert: wie, wo und unter welchen Bedingungen die Butter produziert wird. Wir genießen die gepflegte Kulturlandschaft und fordern höchste Tierwohlstandards, um dann beim Einkauf die billigste Butter zu kaufen.
Herr und Frau Österreicher geben ca. 14 % ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Vor noch nicht allzu langer Zeit musste man noch ca. 40% des monatlichen Verdienstes für Lebensmittel ausgeben. Bäuerinnen und Bauern leisten einen Mehrwert, der billig nicht leistbar ist. Denn für die viel zitierte kleinstrukturierte österreichische Landwirtschaft steht sehr viel auf dem Spiel.
Es ist auch keine Übertreibung, es ein Spiel auf „Sein oder Nicht-Sein“ zu nennen. Alles geklärt!?
Was uns Bewegt
Viele von euch planen bereits den nächsten Urlaub. Wann? Mit wem? Und vor allem: Wohin? Das kleine Land Österreich zählt zu einer besonders beliebten Urlaubsdestination – auch für die Österreicherinnen und Österreicher selbst! Über 150 Millionen Nächtigungen im Jahr 2023 sind eine stolze Zahl!
Dabei ist ein Österreich-Urlaub eher nichts für Schnäppchenjäger! Es muss wohl am Facettenreichtum liegen, den wir zu bieten haben. Bei uns ist es möglich, früh morgens auf einen Berg zu wandern, sich in einer Almhütte einen Imbiss zu genehmigen, am Nachmittag entspannt in einem See zu plantschen und wenn es die Kräfte erlauben, am Abend noch ein wenig Kultur zu konsumieren. Auch Österreichs Städte locken mit Kunst, Kultur und Kulinarik. So laden die ersten Frühlingstage schon dazu ein, auf der Terrasse eines hippen Boutiquehotels einen Kaffee zu genießen. Apropos Genuss! Vom heißgeliebten Kaiserschmarrn über ein echtes Wienerschnitzel bis zum Zaunerstollen… Liebe geht bekanntlich durch den Magen – und so dürften sich etliche Touristen auch auf diesem Weg in Österreich verliebt haben.
Aber hätte es in diesem Beitrag nicht eigentlich um Landwirtschaft gehen sollen?
Nun ja, also – fällt Ihnen etwas auf? Berge, Alm, gutes Essen – hat es jetzt „klick“ gemacht? Richtig! Die gepflegte Kulturlandschaft und die kulinarischen Highlights sind eher nicht durch Roboter und KI entstanden, sondern durch Bäuerinnen und Bauern die mit viel Herzblut ihrem Beruf nachgehen.
Aktuell ist Landschaftspflege kein eigener Betriebszweig mit dem die Höfe ein angemessenes Einkommen erzielen können, sondern eher ein Nebenprodukt der Lebensmittelproduktion. Und hier fängt der „Kas“ durchaus zu stinken an. Während Tourismusbetriebe gerne und gut mit wunderschönen Landschaftsbildern werben, spricht die Einkaufsliste dieser Betriebe oft eine ganz andere Sprache.
Schweineschnitzel können aus Spanien, Dänemark den Niederlanden oder gar Chile sein. Flüssigei – meist aus Käfighaltung, kann aus Rumänien oder der Ukraine kommen. Pute aus Polen, Ungarn oder Bosnien-Herzegowina steht auch gerne auf der Einkaufsliste der österreichischen Gastronomie.
Urlaubende, wie Einheimische möchten Österreich jedoch im Gesamtpaket konsumieren!
Stellen wir uns doch eine Frage:
Wieviel Landwirtschaft braucht der Tourismus und wieviel Tourismus braucht die heimische Landwirtschaft?