Was uns Bewegt

Erdbeeren…

… zu jeder Zeit?

Erdbeeren sind ein beliebtes Obst, das schon seit vielen Jahrhunderten angebaut wird. Sie gehören zur Familie der Rosengewächse und sind bekannt für ihren süßen Geschmack und ihre leuchtend roten Farben.

Die Saisonalität ist ein wichtiger Faktor bei der Betrachtung von Erdbeeren. Wie bei den meisten Obst- und Gemüsesorten haben Erdbeeren eine bestimmte Erntezeit, in der sie am besten schmecken und auch am frischesten sind. In Österreich werden Erdbeeren in der Regel zwischen Mai und Juli geerntet. Die meisten Menschen denken nicht darüber nach, woher die Erdbeeren kommen und wie sie angebaut werden, wenn Sie außerhalb der Saison im Supermarkt Erdbeeren kaufen. Der Kauf von Erdbeeren im Winter kann verheerende Auswirkungen auf die Umwelt haben.

Frische Erdbeeren aus der Region sind oft süßer und saftiger als importierte. Durch den bewussten Konsum saisonaler Lebensmittel können außerdem regionale Landwirtschaftsbetriebe unterstützt werden.

Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass nicht alle Lebensmittel das ganze Jahr über verfügbar sein können. Lebensmittel, die saisonal angebaut werden, wie Erdbeeren, können nicht das ganze Jahr über in den Geschäften erhältlich sein.  Und doch ist es möglich, ja fast eine Selbstverständlichkeit, Erdbeeren außerhalb der Saison zu kaufen

  • Egal, dass die Erdbeeren überteuert sind.
  • Egal, dass die Erdbeeren von weit entfernten Orten zu uns nach Österreich eingeflogen und transportiert werden.
  • Egal, wie hoch die Umweltbelastung ist.
  • Egal, welche Pflanzenschutzbestimmungen in diesen Ländern herrschen.  
  • Egal, wie die Sozialstandards für die Arbeitenden vor Ort sind.
  • Egal, Nachhaltigkeit!

Ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln sieht anders aus.

Wer gerne Erdbeeren im Winter genießen möchte Bitteschön – Es gibt viele Möglichkeiten, wie man Erdbeeren verarbeiten und haltbar machen kann. Hier sind einige Vorschläge:

1. Einfrieren: Die einfachste Möglichkeit ist, die Erdbeeren einzufrieren. Waschen und trocknen Sie die Erdbeeren gründlich und legen Sie sie dann auf ein Backblech, um sie einzufrieren. Sobald sie gefroren sind, können Sie sie in einem verschließbaren Gefrierbeutel aufbewahren.

2. Marmelade: Erdbeermarmelade ist ein köstliches und klassisches Rezept. Kochen Sie einfach die Erdbeeren mit Zucker und Zitronensaft, bis sie weich sind und die Mischung dick wird. Dann können Sie die Marmelade in sterilisierte Gläser abfüllen und verschließen.

3. Einkochen: Erdbeeren können Sie auch einkochen. Waschen und schneiden Sie die Erdbeeren in Stücke und legen Sie sie in sterile Gläser. Kochen Sie dann eine Mischung aus Wasser, Zucker und Essig auf und gießen Sie sie über die Erdbeeren. Verschließen Sie die Gläser und sterilisieren Sie sie, um sie länger haltbar zu machen.

5. Sirup: Erdbeersirup ist ein hervorragendes Aroma für Desserts, Smoothies oder für das süßen von Tee oder Kaffee. Dazu müssen Sie eine Mischung aus gekochten Erdbeeren, Zucker und Wasser erzeugen und anschließend durch ein feines Sieb passieren um die Kerne und Stücke herauszufiltern. Füllen Sie die Flüssigkeit in sterile Flaschen. Fertig.

Diese Methoden ermöglichen es Ihnen, die Erdbeersaison zu verlängern und die süßen Früchte das ganze Jahr über zu genießen.

Zusammenfassend ist es wichtig, sich der Saisonalität von Lebensmitteln bewusst zu sein und deren Verfügbarkeit zu berücksichtigen. Durch bewussten Konsum können regionale Landwirtschaftsbetriebe unterstützt werden, die Umweltbelastung kann reduziert werden und Erdbeeren können zu ihrer optimalen Saison besser und frischer schmecken als du es vielleicht je für möglich gehalten hättest.

Und die Moral von der Geschicht:

Wer wirklich etwas hält auf sich, kauft im Winter frische Erdbeeren NICHT.

Es sind nur mehr ein paar Wochen bis zur Erdbeersaison – Durchhalten!

Was uns Bewegt

Skandal um Rosi…

… Donatella und Uta

Wo? Wann? Welcher Skandal? Je reißerischer desto besser?

Welche Form der Landwirtschaft ist für euch noch sichtbar? Kann es sein, dass ihr jene Betriebe seht, die Urlaub am Bauernhof anbieten? Seht ihr jene Betriebe, die Landwirtschaft nach Demetervorgaben betreiben? Nehmt ihr die Bäuerinnen und Bauern wahr, die ihr Glück und auch ihren Erfolg in der Direktvermarktung gefunden haben?

Seht ihr auch jene, die vielleicht im Nebenerwerb wirtschaften und jede freie Minute vom Beruf in der Landwirtschaft arbeiten? JA? Dann seht ihr vermutlich auch die wenigen Betriebe, die mit einer Negativschlagzeile in den Medien landen…die Hintergründe aber seht ihr nicht.

Doch was liegt dazwischen? Was liegt zwischen schwarz und weiß? Wer hebt diese bunte Vielfalt an Betrieben wieder hervor? Die Landwirtschaft, die ganz selbstverständlich ihre Arbeit leistet, ohne großes Aufsehen zu erregen – wer sieht sie?

Traurig, wenn diese Scheuklappen kommerzieller Natur sind – denn gerade hier gäbe es viel zu entdecken. Wer sind diese Menschen, die den tagtäglichen Griff ins Regal überhaupt ermöglichen? Wer berichtet über diese Betriebe, die nichts Außergewöhnliches produzieren, sondern einfach nur hochwertige Rohstoffe und Lebensmittel für den täglichen Lebensbedarf herstellen? Wer spricht mit dieser „landwirtschaftlichen Mittelschicht“ und macht diese für euch sichtbar? Wann bekommt diese tägliche, unaufgeregte, disziplinierte Landwirtschaft wieder Aufmerksamkeit? So unsichtbar, still und verborgen diese Form der Landwirtschaft scheint, so präsent ist sie jeden Tag in eurem Kühlschrank. Wir alle sind mehr Landwirtschaft als wir denken!

Was uns Bewegt

Lasst uns mal die Butter klären…

Butter ist eines der wunderbarsten, wohlschmeckendsten und sinnlichsten Lebensmittel überhaupt.

Wird sie bei niedriger Temperatur langsam geschmolzen, der entstehende Schaum aus Eiweiß abgeschöpft und das gesamte Wasser zum Verdampfen gebracht, bleibt ein goldgelbes, weiches Fett über, das sehr lange haltbar bleibt.

Butter ist ein reines Naturprodukt, welches nur natürliche Vorgänge und Zeit benötigt, um zum goldenen Juwel Butterschmalz zu werden. Es:     

  • fördert die Resorption von fettlöslichen Vitaminen A, D, K und E
  • liefert reichlich Vitamin A:  ein Esslöffel (15 g) deckt rund 15 % des Tagesbedarfs
  • ist leicht verdaulich
  • ist frei von Laktose
  • enthält kein Milcheiweiß
  • ist ideal zum Frittieren und Backen

Butterschmalz gehört zu den ältesten Lebensmitteln in der Menschheit überhaupt. In der ayurvedischen Küche wird Butterschmalz auch Ghee genannt und gilt in der Heilkunde des Ayurveda als Lebenselixier. Es regt die Verdauung an, wirkt zellreinigend, fördert Heilungsprozesse im Körper und stärkt die Immunkraft. Diese wertvolle Essenz ist für die körperliche und geistige Gesundheit hochgeschätzt.

Wer behauptet: “Wir können uns die Butter nicht mehr leisten“, hat den Wert dieses Lebensmittels nicht verstanden.

Die Wertschätzung über das Lebensmittel Butter kommt mit dem Wissen darüber. Wenn Milch, Käse, Butter und Butterschmalz in den Geschäften verramscht und zum billigen Lockmittel degradiert wird, ist das eine Verhöhnung derer, die diese Lebensmittel produzieren.

Billig können wir uns nicht leisten und wer billig kauft, zahlt doppelt. Jede Kaufentscheidung definiert: wie, wo und unter welchen Bedingungen die Butter produziert wird. Wir genießen die gepflegte Kulturlandschaft und fordern höchste Tierwohlstandards, um dann beim Einkauf die billigste Butter zu kaufen.

Herr und Frau Österreicher geben ca.  14 % ihres Einkommens für Lebensmittel aus. Vor noch nicht allzu langer Zeit musste man noch ca.  40% des monatlichen Verdienstes für Lebensmittel ausgeben. Bäuerinnen und Bauern leisten einen Mehrwert, der billig nicht leistbar ist. Denn für die viel zitierte kleinstrukturierte österreichische Landwirtschaft steht sehr viel auf dem Spiel.

Es ist auch keine Übertreibung, es ein Spiel auf „Sein oder Nicht-Sein“ zu nennen. Alles geklärt!?

Was uns Bewegt

Landwirtschaft und Tourismus…

Über Urlaub, Landwirtschaft und weitgereiste Lebensmittel…

Viele von euch planen bereits den nächsten Urlaub. Wann? Mit wem? Und vor allem: Wohin? Das kleine Land Österreich zählt zu einer besonders beliebten Urlaubsdestination – auch für die Österreicherinnen und Österreicher selbst! Über 150 Millionen Nächtigungen im Jahr 2023 sind eine stolze Zahl!

Dabei ist ein Österreich-Urlaub eher nichts für Schnäppchenjäger! Es muss wohl am Facettenreichtum liegen, den wir zu bieten haben. Bei uns ist es möglich, früh morgens auf einen Berg zu wandern, sich in einer Almhütte einen Imbiss zu genehmigen, am Nachmittag entspannt in einem See zu plantschen und wenn es die Kräfte erlauben, am Abend noch ein wenig Kultur zu konsumieren. Auch Österreichs Städte locken mit Kunst, Kultur und Kulinarik. So laden die ersten Frühlingstage schon dazu ein, auf der Terrasse eines hippen Boutiquehotels einen Kaffee zu genießen. Apropos Genuss! Vom heißgeliebten Kaiserschmarrn über ein echtes Wienerschnitzel bis zum Zaunerstollen… Liebe geht bekanntlich durch den Magen – und so dürften sich etliche Touristen auch auf diesem Weg in Österreich verliebt haben.

Aber hätte es in diesem Beitrag nicht eigentlich um Landwirtschaft gehen sollen?

Nun ja, also – fällt Ihnen etwas auf? Berge, Alm, gutes Essen – hat es jetzt „klick“ gemacht? Richtig! Die gepflegte Kulturlandschaft und die kulinarischen Highlights sind eher nicht durch Roboter und KI entstanden, sondern durch Bäuerinnen und Bauern die mit viel Herzblut ihrem Beruf nachgehen.

Aktuell ist Landschaftspflege kein eigener Betriebszweig mit dem die Höfe ein angemessenes Einkommen erzielen können, sondern eher ein Nebenprodukt der Lebensmittelproduktion. Und hier fängt der „Kas“ durchaus zu stinken an. Während Tourismusbetriebe gerne und gut mit wunderschönen Landschaftsbildern werben, spricht die Einkaufsliste dieser Betriebe oft eine ganz andere Sprache.

Schweineschnitzel können aus Spanien, Dänemark den Niederlanden oder gar Chile sein. Flüssigei – meist aus Käfighaltung, kann aus Rumänien oder der Ukraine kommen. Pute aus Polen, Ungarn oder Bosnien-Herzegowina steht auch gerne auf der Einkaufsliste der österreichischen Gastronomie.

Urlaubende, wie Einheimische möchten Österreich jedoch im Gesamtpaket konsumieren!

Stellen wir uns doch eine Frage:

Wieviel Landwirtschaft braucht der Tourismus und wieviel Tourismus braucht die heimische Landwirtschaft?

Was uns Bewegt

Goldene Zeiten für das Ei…

…vom Alltagsgut zum Luxusartikel

Eier gehören zu den vielseitigsten Lebensmitteln der Welt – nahrhaft, wandelbar und in fast jeder Küche unverzichtbar. Doch was noch vor wenigen Monaten selbstverständlich war, ist heute eher knapp verfügbar. Weltweit steigen die Preise, Lieferengpässe nehmen zu, und die Produktionsbedingungen geraten unter Druck.

Hat das Ei das Zeug zum Luxusgut?

Während Diamanten in Vitrinen funkeln, knurrt der Magen. Denn Luxus macht nicht satt – das Ei aber schon. Es kommt von jenen, die mit der Hand arbeiten, auf dem Feld, im Stall. Handarbeit wird beklatscht, aber nicht bezahlt. Die Bäuerin, der Handwerker, die Pflegerin – sie alle tragen das Fundament dieser Gesellschaft. Doch ihr Wert misst sich nicht in Zahlen, sondern in der Notwendigkeit – und genau das macht sie unsichtbar in einer Welt, die nur den Glanz sieht.

Diese Entwicklung wirft Fragen auf – nicht nur nach Preis und Verfügbarkeit, sondern auch nach Herkunft und Haltung. Denn wer über die Zukunft des Eis spricht, muss über Tierwohl, bäuerliche Strukturen und faire Wertschöpfung reden.

Wir sagen: Ohne Herkunft, keine Zukunft.

Nur wenn wir die bäuerliche Produktion wertschätzen und stärken, sichern wir langfristig die Qualität, Nachhaltigkeit und Versorgung mit Lebensmitteln wie dem Ei. Gemeinsam machen wir sichtbar, was oft übersehen wird: Die Herkunft entscheidet über die Zukunft – auch beim Ei.