Was uns Bewegt

Landwirtschaft und Tourismus…

Über Urlaub, Landwirtschaft und weitgereiste Lebensmittel…

Viele von euch planen bereits den nächsten Urlaub. Wann? Mit wem? Und vor allem: Wohin? Das kleine Land Österreich zählt zu einer besonders beliebten Urlaubsdestination – auch für die Österreicherinnen und Österreicher selbst! Über 150 Millionen Nächtigungen im Jahr 2023 sind eine stolze Zahl!

Dabei ist ein Österreich-Urlaub eher nichts für Schnäppchenjäger! Es muss wohl am Facettenreichtum liegen, den wir zu bieten haben. Bei uns ist es möglich, früh morgens auf einen Berg zu wandern, sich in einer Almhütte einen Imbiss zu genehmigen, am Nachmittag entspannt in einem See zu plantschen und wenn es die Kräfte erlauben, am Abend noch ein wenig Kultur zu konsumieren. Auch Österreichs Städte locken mit Kunst, Kultur und Kulinarik. So laden die ersten Frühlingstage schon dazu ein, auf der Terrasse eines hippen Boutiquehotels einen Kaffee zu genießen. Apropos Genuss! Vom heißgeliebten Kaiserschmarrn über ein echtes Wienerschnitzel bis zum Zaunerstollen… Liebe geht bekanntlich durch den Magen – und so dürften sich etliche Touristen auch auf diesem Weg in Österreich verliebt haben.

Aber hätte es in diesem Beitrag nicht eigentlich um Landwirtschaft gehen sollen?

Nun ja, also – fällt Ihnen etwas auf? Berge, Alm, gutes Essen – hat es jetzt „klick“ gemacht? Richtig! Die gepflegte Kulturlandschaft und die kulinarischen Highlights sind eher nicht durch Roboter und KI entstanden, sondern durch Bäuerinnen und Bauern die mit viel Herzblut ihrem Beruf nachgehen.

Aktuell ist Landschaftspflege kein eigener Betriebszweig mit dem die Höfe ein angemessenes Einkommen erzielen können, sondern eher ein Nebenprodukt der Lebensmittelproduktion. Und hier fängt der „Kas“ durchaus zu stinken an. Während Tourismusbetriebe gerne und gut mit wunderschönen Landschaftsbildern werben, spricht die Einkaufsliste dieser Betriebe oft eine ganz andere Sprache.

Schweineschnitzel können aus Spanien, Dänemark den Niederlanden oder gar Chile sein. Flüssigei – meist aus Käfighaltung, kann aus Rumänien oder der Ukraine kommen. Pute aus Polen, Ungarn oder Bosnien-Herzegowina steht auch gerne auf der Einkaufsliste der österreichischen Gastronomie.

Urlaubende, wie Einheimische möchten Österreich jedoch im Gesamtpaket konsumieren!

Stellen wir uns doch eine Frage:

Wieviel Landwirtschaft braucht der Tourismus und wieviel Tourismus braucht die heimische Landwirtschaft?

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Landwirtschaft und Tourismus